|

Die Bezirksfeuerwehrzentrale des Bezirksfeuerwehrverbandes Liezen ist seit 2008 in einem adaptierent Gebäude, der ehemaligen MFL-Lehrwerkstätte, in der Liezener Werkstraße untergebracht. Nähere Informationen zu den Räumlichkeiten des BFV sind unter dem Menüpunkt "Wir über uns" zu finden.


Liezen ist der erste Bezirk, der seine Florianstation seit dem Konzept „Florian 2000“, welches in den Jahren zwischen 1990 bis 1994 durchgeführt wurde, im Zuge des neuen Standortes, wieder in eine der Zeit entsprechende Optik und Arbeitsweise angepasst hat.
Dies ist die erste Feuerwehrzentrale in der Steiermark, die über einen ergonomisch und voll Höhenverstellbaren Arbeitsplatz verfügt. In den letzten Jahren ist die Arbeitsweise natürlich extrem auf EDV aufgebaut worden, so das mittlerweile 9 Monitore auf 2 Plätze verteilt notwendig wurden, um sämtliche Informationen den Disponenten zu Verfügung zu stellen.
Ebenso notwendig war es, den Technikraum an die gestiegenen Anforderungen anzupassen, Telefonanlage, mehrere Server, Patchfelder, Klimaanlage, Katastrophenfunkanlage, Feuerwehrfunkanlage und SMS-Alarmierung mussten in ein zukunftssicheres Kleid gesteckt werden. Dies fordert sicherlich von den Organisationen ein großes Talent von Koordination und ein Vorausschauendes Handeln.
Das technische Innenleben musste auf Grund des bestehenden Feuerwehrnetzes, bzw. der bevorstehenden Änderungen, (Landesleitstelle- Einbindung der Bezirke) sowie BOS Funk usw. beibehalten werden.
Der Florian hat über die 2m Kat-Schiene direkte Verbindung mit der Landeswarnzentrale (über den Salberg aufs Hochkahr, weiter auf die Mugel, zum Schöckel und nach Graz). Der Feuerwehrfunk geht über eine 70cm Strecke auf den Salberg. Dort wird auf 4m die Verbindung zu den Feuerwehren hergestellt. Da aber Liezen nicht nur der größte Bezirk, sondern auch der geografisch komplizierteste ist, gibt es zusätzlich vom Salberg eine 70cm Verbindung auf die Langmoosalm und weiter nach Reitern, um dort wieder auf 4m auszusteigen, ebenso 70cm auf den Kulm bei Gröbming. Und zuletzt vom Salberg über 1,5GHz auf das Hochkahr um dort wiederum einen 4m Austritt zu tasten.
Daran sieht man, wie komplex die Funkverbindung im Bezirk Liezen ist. Auf der gleichen Strecke erfolgen das Gespräch und die Alarmierung der Sirenen.
Und zu guter letzt hat der Florian noch eine Notfunkanlage, die der einer Rüsthausstation gleicht. Das heißt, ein 4m Austritt am Dach. Über diese Anlage kann natürlich auch alarmiert werden, wobei dabei aber nur ein kleiner Teil der umliegenden Feuerwehren erreicht werden kann.
Somit ist der Florian Liezen sicher der erste Florian, der wieder für die kommenden Jahre gut vorbereitet ist, und deren Möglichkeiten es erlauben, bei zukünftigen technischen Veränderungen voll dabei zu sein.
Alarmierung
Bei Wählen des Feuerwehr-Notrufes "122" wird der Anruf direkt in der Bezirksalarm-zentrale entgegengenommen und die Alarmierung der entsprechenden Feuerwehr/en sowie sonstiger erforderlichen Organsiationen durchgeführt. Dies funktioniert auf folgende Arten:
* Sirene Die häufigste und effizienteste Art der Alarmierung ist die über Sirene. Grosse Vorteile hierbei sind zum einen die "Alarmierung in Echtzeit" und desweiteren die hohe Zuverlässigkeit und Reichweite der Anlagen. Außerdem ist jeder Ort aufgrund des Zivilschutz-Gesetzes damit ausgestattet (mind. 60% der Gesamtbevölkerung erreichbar). Im Einsatzfall für die Feuerwehr heult die Sirene 3-mal 15 Sekunden.
* SMS Die "stille Alarmierung" per SMS wurde im Bezirk Liezen in den letzten Jahren massiv erweitert. Vorteil: man kann auch einen Text mitschicken, der Einsatzdetails enthält. Nachteile: Verzögerung in der Alarmierung (v.a. bei Netzüberlastung), bei Ausfall von Strom oder GSM-Sendern meist nicht möglich. Unterschieden werden hierbei 2 Systeme:
Beim B.A.S. (Bezirksalarmierungssystem) wird der SMS-Alarm direkt von Florian Liezen an die Mitglieder abgesetzt!
Bei diesem System kann das Kommando auch vom Handy oder PC aus eine Alarmierung (je nach Erfordernis ev. auch nur auf Gruppen- oder Zugsstärke) durchführen. Man kann auch andere Informationen an die Wehrmitglieder weiterzuleiten, um Zeit und Porto zu sparen.
* Personenrufempfänger (Pager) Nur ein geringer Anteil an Feuerwehren im Bezirk Liezen nutzen diese Form der Alarmierung. Hier wird die Alarmierung über einen tragbaren Personenrufempfänger (der immer "am Mann" sein muß) aufgenommen. Der Diensthabende am Florian gibt hier den Einsatzbefehl über Funk an die Feuerwehrmitglieder durch. Vorteil: Alarmierung in Echtzeit, Einsatzbefehl sofort bekannt. Nachteil: Gerät muß mitgenommen werden, hohe Kosten.
Feuerwehren, die über Personenrufempfänger verfügen: FF Altaussee, FF Grundlsee, FF Eselsbach-Unterkainisch, FF Bad Aussee, FF Ramsau, BtF Rigips, FF Trieben, FF Schladming, BtF Rottenmann-Werk, FF Oberreith, FF Liezen, BtF MFL Liezen.
* Telefonisch Diese Alarmierung (diensthabender Zivildiener verständigt den Kommandanten einer Feuerwehr per Anruf) wird nur in den seltensten Fällen angewandt, etwa bei kleinen technischen Einsätzen (Alarmstufe 4).
 Motorisch höhenverstellbares Pult für den Einsatz im Sitzen bzw. Stehen
 Modernste Leitstellentechnik B.A.S. SMS-Modul
Dienstbetrieb
Die Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes, 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag, wird von fünf Zivildienern gewährleistet, die auf diese Weise ihre Zivildienstzeit abdienen. Nach zwei Monaten Einschulung auf die komplexen Computer-, Kommunikations- und Verwaltungssysteme arbeiten sie unter Aufsicht des Dienststellenleiters am Florian.
 Die Wohnräumlichkeiten der Zivildiener: Schlafzimmer, Aufenthaltsraum/Küche, Bad/WC
Bilder und Beschreibungen: BI Schlüßlmayr
|